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Vegan werden in 5 Monaten

Es geht auch schneller

Es muss nicht 5 Monate dauern, bis du Veganer geworden bist. Du
kannst das genauso gut in ein paar Tagen, sogar von jetzt auf gleich
schaffen. Jedoch ist es mit einer Ernährungsumstellung allein nicht
getan, um tatsächlich vegan zu leben.
Aber worauf kommt es zuallererst an, damit der Wandel zur veganen
Lebensweise klappt?

Worauf es wirklich ankommt

Auf die Motivation. Warum will man vegan leben? Gründe hierfür gibt
es viele: Wenn du dich auf die gesündeste Art und Weise ernähren
möchtest, dann ist es höchstwahrscheinlich das Beste für dich, du
beginnst, vegan zu leben. Bekanntermaßen ist der Mensch nämlich
lediglich gewohnheitsmäßiger Fleischfresser aus urzeitlicher Not
heraus geworden. Nun sind wir keine Urmenschen mehr. Und die Medizin
sagt uns heute, dass nahezu alle “Zivilisationskrankheiten” der
Moderne, wie Herzkreislauferkrankungen, Übergewicht, Diabetes und
diverse Arten von Krebs, auf einen übermäßigen Verzehr von Fleisch und
Milch(-produkten) zurückzuführen sind.

Ebenso können moralisch Erwägungen zum veganen Leben führen. Hat
man sich einmal als Vegetarier aus dem Konsumentenkreis von
Tierschlachtprodukten ausgeklinkt, ist der nächste Schritt nicht
schwer, sich als Veganer der ebenso grausamen Milch- und
Käseproduktion zu verweigern.

Auch können religiöse Überzeugungen eine Rolle spielen, vor allem
hinduistischer oder buddhistischer Prägung. Denn aus deren Perspektive
wird den abrahamitischen Religionsgemeinschaften des Christentums,
Islams und Judentums immer wieder vorgeworfen, dass sie das Gebot: “Du
sollst nicht töten” im Hinblick auf Massentierhaltungen,
Massentiertötungen und den massenhaften Tierverzehr nicht besonders
ernst nehmen.

Zu guter Letzt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – können
natürlich auch die globalen Probleme rund um die Ökologie und Armut
entscheidend als Impulse für ein veganes Leben sein. Dass die
weltweite Massentierproduktion den größten Anteil an Emissionsgasen
verursacht und die Existenz vieler regionaler Wirtschaftsräume
bedroht, da sie dort keine Tradition darstellt, ist schließlich kein
Geheimnis.

Es gibt also viele gute Gründe, vegan zu werden

Wichtig ist für dich, dass du keinen guten Grund suchen musst, um
vegan zu werden. Vielmehr wirst du einen oder mehrere finden, wenn du
dich offen und kritisch mit den soeben kurz angerissenen Themen
auseinandersetzt.

Wie anfangen?

Ganz einfach: Lass’ einfach alle tierischen Produkte und
Bestandteile aus deiner Nahrung weg. “So einfach ist das aber nicht!”,
werden jetzt vielleicht einige einwerfen. Natürlich, denn schließlich
hält die pflanzliche Küche derart viel bereit, was es (wieder) zu
entdecken gilt! Einen Arzt oder Ernährungsberater konsultieren? Ja,
warum nicht. Aber keine Panik: Es besteht kein Grund, auch nur im
geringsten anzunehmen, man würde nach der Umstellung über kurz oder
lang tot umfallen, nur weil man seit Tagen kein Fleisch gegessen und
keine Kuhmilch getrunken hat. Wer etwas anderes erzählt, leidet an
Realitätsentfremdung und Fehlinformation.

Kein Verzicht

Man muss auf nichts verzichten. Verzichten heißt ja, einem
Verlangen zu entsagen. Als vegan lebender Mensch hat man idealerweise
hingegen keine Lust auf Fleisch. Die müsste man sich ja sonst in
quälender Abstinenz austreiben. Und wäre das so, sollte man das Ganze
noch mal überdenken. Vielmehr löst man sich von alten
Ernährungsgewohnheiten. Diese Art von “Befreiung” bedarf keines
Verzichts, sondern ist Ausdruck einer ungezwungenen Wahl und
wohlüberlegten Entscheidung.

Und weiter?

Auch mit der Umstellung auf rein pflanzliche Nahrung ist die
Endstation auf dem Weg zum veganen Leben noch nicht erreicht. Ziel
sollte es sein, den Konsum von verwerteten Tieren und deren
Bestandteilen ganzheitlich einzustellen. Also: Keine Kleidung, Schuhe
und dergleichen aus Leder oder Pelz! Auch keine Ledersitze im neuen
Auto! Keine Kosmetik aus Tierversuchen! Und und und. Informiere dich
einfach – wozu sonst ist das Internet da? Du wirst staunen, zu was
Tiere alles verwurstet werden!

Neue Produkte für vegane Menschen

Du änderst als VeganerIn dein Konsumverhalten, also brauchst du
auch neue Produkte. Wenn du anfangs Schwierigkeiten hast, einen völlig
neuen Ernährungsplan aufzustellen und einfach nur Fleisch, Wurst, Käse
usw. ersetzen möchtest, bieten dir Onlineshops wie VeganWonderland, vleischvabrik, veganothek und alles-vegetarisch.de viele Einstiegsprodukte, die
du testen kannst.

Mit dem Essen allein ist es jedoch nicht getan…

Vielerlei Kleidung wird aus tierischen Produkten hergestellt. Nicht
so echte vegane Kleidung. Schau dich doch mal bei Bekleidungssyndikat, roots-of-compassion, Umasan, Vancy-Shoes und Lylium um – hier findest du passende Kleidung und
garantiert vegane Schuhe.

Aber es geht noch weiter: Es gibt einige außergewöhnliche Produkte,
die dir im Supermarkt garantiert noch nie über den Weg gelaufen sind:
Meeresspaghetti, rohes Konfekt, Algen, rohe vegane Schokolade,
Fruchtchips und viele weitere Köstlichkeiten. Auch diese solltest du
unbedingt probieren, um deinen Speiseplan abzurunden. Besuche mal die
Seiten von PureRaw, meine-bisschen und keimling und lass dich überraschen.

Tierleidfreie Kosmetik ist natürlich auch wichtig. Viele
konventionelle Produkte und deren Inhaltsstoffe werden an Tieren
getestet, die zum Teil höllische Qualen leiden. Deshalb:
Naturkosmetik, zum Beispiel von <ahref=”http://www.biodeals.de/top100.php?tid=201″>naturArten. Waschmittel findest du bei <ahref=”http://www.biodeals.de/top100.php?tid=429″>Sonett, und es gibt sogar vegane Gleitgele – schau
mal auf naturkosmetik12 vorbei!

Es stehen heutzutage alle Möglichkeiten offen.

Kein Durchhalten, sondern freie, konsequente Wahl

Die Macht der Gewohnheit und eine persönliche Trägheit können die
Umstellung jedoch schwierig werden lassen. Dagegen hilft nur eine
innere Überzeugung: Eine Sache klappt nur, wenn man sie wirklich will!
So auch der Schritt zum veganen Leben. Gemeint ist damit jedoch nicht
der eiserne Wille, durchzuhalten – sondern der Wille, eine
verbindliche Entscheidung zu treffen.

Hilfe und Beratung findet ihr jederzeit u.A. bei der Veganen
Gesellschaft Deutschland
.

Vegan heißt: die Welt verändern

Vegan zu leben hat nichts mit Extremismus oder Weltabgewandtheit zu
tun. Ganz im Gegenteil: Es ist ein individueller Beitrag, die Welt
positiv zu verändern. Dies ist eine innere Einstellung, die sich
entwickelt. Und man verzeihe mir die Überschrift: “Vegan werden in 5
Monaten” – denn jeder entwickelt sich anders. Es geht mit einem
Wimpernschlag, und andere brauchen Jahre.

Man beginnt damit bei sich selbst, im eigenen Innern. Man selber soll
die Veränderung verkörpern, die man sich für die ganze Welt wünscht.
So können unsere Kinder uns eines Tages fragen: “Was hast du getan, um die Welt zu verändern?” Und dann kennst du – als Veganer – zumindest eine richtige Antwort.

In Liebe,
Eure Stephanie